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Worldtour

2010 - 2011

Blog über meine Weltreise. 1 Jahr. Stationen: Südostasien, Australien, Neuseeland, Südamerika, Zentralamerika, Nordamerika & Europa. Viel Spaß beim Mitreisen! :)

Laos – 4000 Islands

Laos Posted on Tue, November 30, 2010 15:05:36

In der Stadt Pakse hatten wir nur einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg in den suedlichsten Zipfel von Laos. Dabei gab es erstmal einen Reifenwechsel – an Ueberladung kann es nicht gelegen haben…


Nach einem staubigen Finale sind wir angekommen: die 4000 Islands, eine Region, in der der Mekong Fluss am breitesten ist. Die Insel unseres Vertrauens hiess Don Det. Leider war das Wasser aufgrund des post Monsuns nur braun und nicht tuerkis wie erhofft.


Bei einer Fahrradtour ueber zwei Inseln kamen wir an vielen schoenen Spots vorbei.


Auf dem Weg wurden wir ueberfallen, konnten uns aber durch Zahlung
eines Loesegeldes in Hoehe einer alten Werbebroschuere wieder frei
kaufen 😉


Dann gab es dann noch dieses Restaurant, in dem ich waehrend unseres
dreitaegigen Aufenthaltes auf der Insel nicht einen Gast gesehen habe. Der Baum in der Mitte ist gerade…


Der Sonnenuntergang bei 28 Grad. Und in Deutschland gibt es schon wieder Schnee…


Die zwei Wochen in Laos waren anders als gedacht. Laos wird moderner und die Veraenderungen sind im ganzen Land zu sehen und zu spueren.

Nun geht es per “Lieblingsfortbewegungsmittel” Bus weiter ins Nachbarland Kambodscha.

Goodbye Laos!



Laos – Kong Lo Cave

Laos Posted on Tue, November 30, 2010 14:35:23

Ein Dorf Mitten im Nirgendwo, in der Naehe einer der groessten Hoehlen der Welt. Die Kong Lo Cave ist 7,5km lang, hat teilweise kathedralenartige bis zu 100m hohe Decken und wird mit einem wackeligen Boot befahren. Der Hoehleneingang ist mittig links vom Bild.


Zwischendurch konnte man einmal aussteigen, um in einem der groessten Gewoelbe zu Fuss beleuchtete Wege zu erforschen.


Die Fahrt an sich ist teilweise gruselig, da man die Groesse aufgrund der Dunkelheit oft nur erahnen kann.


Hier noch ein paar Impressionen vom Landleben in der Umgebung unseres Dorfes.


Der lokale Markt wartete mit allerlei Spezialitaeten wie frischem Obst, Gebaeck, rohem Fleisch, das in der Sonne ungekuehlt auf Kaeufer wartet sowie getrockneten als auch frisch erlegten Ratten auf… ein Detailfoto habe ich Euch & mir erspart.


Nach einem Tag Dorfleben ging es erst per open Air Transport, dann per komplett ueberfuellten Lokalbus weiter nach Pakse im Sueden von Laos. Wir hatten Stehplaetze neben dem Fahrer. Ansonsten sind Reissaecke, lebende Tiere und alles was sonst irgendwie auf oder in den Bus passt immer mit an Bord. Effizienz und oekonomisches Denken wird von allen Transportfachleuten in Laos gross geschrieben 😉



Laos – Vientiane

Laos Posted on Mon, November 29, 2010 11:25:05

Nach einer wackeligen Nachtbusfahrt habe ich den Vormittag in einem Cafe im Zentrum von Vientiane verbracht und nachmittags mit Simon und Kim erfolgreich ein neues Gaestehaus gesucht. Anschliessend haben wir das Cope Museum besucht. Laos wurde waehrend des Vietnamkrieges schwer mit Bomben uebersaeht, vor allem in der Mitte und im Sueden des Landes. Die schwerwiegenden wirtschaftlichen & vor allem menschlichen Nachwirkungen der nicht explodierten Bomben halten bis heute an…

Eine anschliessende Spende fuer die Opferversorgung (Prothesen) verstand sich von selbst.

Wie es der Zufall so will, fanden in Vientiane waehrend unseres Aufenthaltes die Feierlicheiten anlaesslich des 450 jaehrigen Bestehens von Vientiane als Hauptstadt sowie das 35 jaehrige Bestehen der Republik Laos statt. Das bedeutete viele Besucher aus ganz Laos sowie dem angrezenden asiatischen Raum (vor allem China) und natuerlich auch diverse Events.
Das groesste Event wurde rund um eine grosse Tempelanlage zelebriert. Dabei umrunden die Einheimischen fuer eine bessere Zukunft mehrmals den Tempel und schenken den Tempeln und den Moenchen dabei diverse Ofergaben. Angrenzend gab es ein lautes und schrilles Volksfest.
Am Abend es naechsten Tages haben wir mit unserer angewachsenen Reisegruppe (neben der bereits bekannten Preeti sind Boris und Amelie aus Frankreich neu dazu gestossen) dieses Fest besucht und mit einemkalten BeerLao beendet.

Am letzten Tag sind Kim und ich mit einem Lokalbus (Fenster aus Plastik, Federung aus Stein) zum Buddapark in der Naehe von Vientiane gefahren.

Die ehemals private Sammlung wird auch von vielen Einheimischen besucht. Hier wurden wir direkt von einer Gruppe laotischer Moenche angesprochen, die neben einem Englischtraining alle Fotos mit uns haben wollten, weil wir so grosse und gutaussehende Europaer sind… 😉

Am naechsten Morgen sind wir mit sieben Leuten (neu Julia aus den USA) in den Sueden von Laos aufgebrochen. Ziel: eine der groessten Hoehlen der Welt.



Laos – Luang Prabang

Laos Posted on Sat, November 20, 2010 13:03:34

Per Shuttlebus und einer zweitaegigen Slowbootfahrt auf dem Mekong Fluss ging es direkt nach Luang Prabang im Norden von Laos.

Diese langen ueberdachten Boote werden innen mit Menschen und oben mit Gepaeck, Huehnern, Reissaecken, Mopeds und allerlei anderen Sachen vollgepackt.
Der Mekong hat aktuell Trockenzeit und durch den niedrigen Wasserstand ragten immer wieder Felsen aus dem Wasser. Ansonsten gab es viel unberuehrte Natur zu sehen.


Kurz nach meiner Ankunft in der zum UNESCO Weltkulturerbe gehoerenden Stadt, bin ich das erste Mal in meinem Leben Millionaer geworden: 1.000.000 KIP, leider nur 100 Euro..

Die neu gefundene Reisegruppe bestand diesmal aus Preeti (New York), Erika (San Francisco), Simon (Philippinen) & mir.

Das beschauliche Staedtchen bietet Tempelbesuche, einen beschaulichen Nachtmarkt, kleine Gassen mit Shops und eine durchaus brauchbare Barszene. Einziger Haken: Zapfenstreich ist um 23.30Uhr!!! Dann wird jede Bar geschlossen und man muss nach Hause (oder im Hostel ein weiteres Bier ordern).


Die franzoesische Kolonialzeit hat in ganz Laos Spuren hinterlassen. Cafes, Baguettes, alte Villen… Mein Bild von Laos war anders. Ich bin oft ueberrascht, wie fortgeschrittlich und marktwirtschaftlich es in dieser aktuell noch zu den aermsten Laendern der Welt gehoerenden demokratischen Republik zugeht. Angefangen bei den im Vergleich zu Thailand hoeheren Preisen, ueber moderne Cafes mit westlichem Touch, moderne Massagespas bis hin zu einer professionellen laotischen Breakdancecrewshow in einer der Bars – Laos goes international.

Jo Ma Bakery – guter Kaffee, gutes Gebaeck, mittelpraechtiges WiFi.

Utopia Bar – von einem Kandier betrieben – direkt am Mekong Fluss – hochwertige Drinks & eine unschlagbare Location – ein Traum! Muss ich erwaehnen, dass ich hier fast jeden Tag war?

Das Essen in Laos ist leider nicht so gut wie in Thailand. Meistens haben wir uns mit diversen anderen Backpackern auf dem Nachtmarkt an den Essensstaenden versorgt.

Nachtmarkt mit viel einheimischer Handarbeit.
Buffetoptionen in Seitenstrassen.

Unsere zwischenzeitlich um Kiren(Melbourne) und Kim(Copenhagen) erweiterte Reisegruppe ist an einem Tag auch zu einem Wasserfall in der Naehe gefahren. Die Bilder sprechen fuer sich:


Abgesehen von meinem eigenen Spass bin ich an einem Tag auch zu einer Projektschule namens Big Brother Mouse gegangen. Hier koennen Einheimische, vornehmlich Studenten, kostenlos Englischunterricht bekommen – von Reisenden wie mir. Ich habe mit einer Studentin 90 Minuten geredet und dabei auch viel ueber Laos erfahren. Zum Beispiel wohnen in den staatlichen Studentenwohnheimen ca. 28 Leute in einem Raum zusammen! Dazu eine Dusche und Toilette!
Generell sind die Einheimischen sehr freundlich, laecheln sehr viel, sind eher zurueckhaltend und man fuehlt sich nicht so bedraengt wie in Thailand. Oft wird man von Studenten & teilweise auch Moenchen angesprochen, die Ihr Englisch ueben wollen. Je nach Stufe der Vorkenntnisse kann das lustig bis anstrengend sein, definitiv aber immer eine positive Begegnung!

Beim Vorbeigehen an einer Schule konnte ich eine mir sehr gut in Erinnerung gebliebene Erfahrung aus meiner ostdeutschen Kindheit wiedersehen: einen Schulhof-Appell Halstuecher tragender laotischer Kinder. Nur mussten nicht alle daran teilnehmen 😉

Nachdem ich in Luang Prabang nun fast eine Woche verbracht habe, geht es mit einem Nachtbus weiter in die Hauptstadt Vientiane.