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Worldtour

2010 - 2011

Blog über meine Weltreise. 1 Jahr. Stationen: Südostasien, Australien, Neuseeland, Südamerika, Zentralamerika, Nordamerika & Europa. Viel Spaß beim Mitreisen! :)

Chile – Pucon Canyoning

Chile Posted on Tue, April 26, 2011 03:11:56

Direkt einen Tag nach der Vulkanbesteigung hatte ich ein weiteres Highlight gebucht. Canyoing mit Abseilen an zwei Wasserfaellen – einer davon der hoechste im Rahmen einer Canyoing Tour abseilbare Wasserfall Suedamerikas: 154m und 90m. Yeah!

Das Equipment war ueberraschend gut. Nur keine Neoprensocken. Die Crew konnte mir das nur mit dem Verweis darauf erklaeren, dass Ihr Chef keine kaufen will… das wuerde ja kalt werden, dachte ich. Normalerweise befindet man sich naemlich zu fast 80% der Zeit mit den Fuessen im teilweise sehr sehr kalten Bergwasser. Unsere Gruppe bestand aus 7 Israelis, 1 Israelin und mir. Einzeln reisende Israelis sind meistens sehr nette offene Reisende. Leider ist es bei (auch zufaelligen) Gruppen israelisch Reisender oft so, dass nur noch hebraeisch gesprochen wird. Das schliesst einen von der Kommunikation aus. So war es leider auch hier. Daher beschraenkte sich mein Smalltalk fast ausschliesslich auf die Guides.
Dann ging es mit einem Pick Up einen Berg hoch. Die letzten 15 Minuten zu
Fuss durch den Wald und wir waren an der ersten Abseilstelle.

154 m Hoehe in voller Pracht.

Und ab dafuer!

Es war beeindruckend, in dieser Hoehe zu haengen und einen solchen Wasserfall neben sich zu haben. Die Groessenverhaeltnisse werden auf den Bildern nicht ganz so gut deutlich.

Unten angekommen wurde man empfangen und es ging weiter durch den Wald. Aber nicht im Wasser. Jetzt wurde mir langsam klar, warum keine Neoprensocken notwendig waren. Nach 20 Minuten trockenen Fusswegs sind wir am zweiten Wasserfall angekommen.

90 Meter in wunderschoener gruener Landschaft.

Here we go again!

Am unteren Teil des zweiten Wasserfalls habe ich es durch Springen & Schwingen auch in den Wasserfall geschafft (natuerlich mit vorheriger Ruecksprache mit den Guides). Leider gibts davon kein Foto.

Nach dem zweiten Abseilen war die Tour auch schon wieder vorbei. Kein echtes Canyoing, mehr ein Wasserfallabseilen. Spass gemacht hats trotzdem!

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Chile – Pucon Vulkanbesteigung

Chile Posted on Fri, April 22, 2011 22:41:07

Bewoelkung, Nieselregen und ca. 10 Grad: das war das Willkommenskomitee von Pucon in Chile. Das ueberschaubare Staedtchen hat ein Hightlight, dass sich nicht oft in solch direkter Naehe finden laesst: der aktive Vulkan Villarica.

An einem perfekten Sonnentag von der Strasse aus sichtbar. Der aufsteigende Rauch besteht aus toxischen Gasen aus dem Inneren des Vulkans.

Wenn der Rauch so direkt nach oben aufsteigt, ist das optimal fuer eine Vulkanbesteigung. Meine Tour war aber an einem anderen Tag und somit war abzuwarten, wie weit ich nach oeben kommen wuerde.

Einen Tag vor dem grossen Abenteuer hatte ich in der Hostelkueche den Berliner Adrian und die Amerikanerin Katiana kennen gelernt. Die beiden waren nur 2 Tage fuer einen Kurztrip aus ihrem aktuellen Wohnort Bariloche in Argenitinien gekommen. Nach dem ueblichen Smalltalk beschlossen wir spontan eine der in der Gegend beruehmten heissen Quellen zu besuchen. Um mobil zu sein, mieteten wir ein kleines Auto und ab gings. Die letzten Kilometer zur groessten Quelle Geometrica war die Strasse nur noch Schotterpiste und ich war froh, dass der kleine Wagen das auf und ab unbeschadet ueberstanden hatte. Angekommen ging es ueber einen Steg durch eine dampfende Urwaldlandschaft zu verschiedenen Becken mit 36 bis 41 Grad… eine Wohltat!

Eingangsbereich.

Eines der Becken mit warmen Wasser.

Aussergewoehnliche Anlage.


Als wir zurueck in Pucon waren, haben wir uns noch ein deftiges Abendessen gegoennt.

Dann war es soweit. Im Nebel ging es fruehmorgens Richtung Vulkan. Adrian und Katiana waren leider nicht dabei, da sie wieder nach Argentinien mussten.

Start der Tour am Fuss des Vulkans. Meine Wenigkeit steht ganz links.

Auf dem Weg nach oben klarte es zwischenzeitlich auf. Jeder hatte neben warmer Kleidung, Wasser, Snacks auch Steigeisen fuer die Schuhe und eine Eisaxt dabei.

Das Tempo war gemaessigt, der Aufstieg allerdings durchaus anstrengend.

Kurze Pause.

Unsere beiden chilenischen Bergfuehrer.

Pause ueber den Wolken.

Wir waren nicht allein. Jede Gruppe war durch anders farbige Kleidung zu erkennen.

Zwischenzeitlich wurde es richtig windig und eisig kalt.

Vorbei an Gletscherspalten. Der obere Teil des Vulkans ist mit Eis bedeckt.

Der Wind blies die toxischen Gase direkt in unseren Aufstiegsweg. Daher gab es nach 2600m eine Pflichtpause fuer alle Gruppen. Wir warteten zusammen, ob der Wind sich drehen wuerde.

Es waren nur noch 300m bis zum Kraterrand. Leider war der Wind an diesem Tag nicht auf unserer Seite und wir mussten nach 40 Minuten Wartezeit den Abstieg antreten. Um Euch den Blick in den Krater zu goennen, habe ich mir Fotos von anderen Reisenden besorgt. Here we go…

Blick vom Kraterrand.

Lava kann man bei diesem Vulkan nicht sehen. Es gibt in anderen Laendern auch Vulkanbesteigungen, bei denen das moeglich ist.

Es war zwar schade, dass mir dieser Blick verwehrt wurde. Allerdings war die Tour an sich lohnenswert und anstrengend genug, so dass ich nicht enttaeuscht war. Zudem stand noch eine Gaudi bevor: der Abstieg wurde auf dem Gletscher per umgeschnallten Hosenschutz gerutscht.

Danach gings zurueck ins Hostel und auch nicht allzu spaet ins Bett ;).



Chile – Santiago

Chile Posted on Sun, April 17, 2011 03:47:49

Santiago de Chile – satte 8 netto Stunden Zeitunterschied haben mir das erste Mal auf meiner Reise einen ordentlichen Jetlag verpasst. Nachdem ich mit einer Art Sammeltaxi mein Hostel “Princessa Insolenta” erreicht hatte, bestaetigte sich der online Eindruck des Hostels. Sehr chillig, sehr nett, sehr schoen!

Der Innenhof des Hostels. Klein aber fein mit staendiger oft guter Musikbeschallung. Zudem gab es eine wundervoll professionell eingerichtete Kueche und ein angenehmes Wohnzimmer mit High Tech Schnickschnack.

Um den Jetlag zu bekaempfen, habe ich mir selbst ein paar Tage Party verschrieben.
Im Hostel feierten wir mit Leuten aus Amerika, Holland, England, Daenemark, Kroatien, Israel und Chile. Nach drei Tagen hatte ich zwar nur den naheliegenden Supermarkt, ein paar Bars und das Hostel gesehen, dafuer war ich im chilenischen Zeitrhytmus angekommen. Der Nationaldrink Pisco (&Cola), eine Art Weinlikoer, war dabei auch foerderlich. 😉

Der Start auf einem neuen Kontinent / in einem neuen Land bedeutet immer neuen Research nach Dingen die es wert sind, besucht zu werden. Auch hierfuer habe ich in diesem Hostel von anderen Reisenden sehr gute Informationen bekommen.

Die Stadt Santiago selber wurde bei einer kostenlosen Stadtrundfuehrung erkundet. Solche Angebote gibt es in vielen grossen Staedten. Wirklich kostenlos ist das Ganze nicht. Es wird auf Tip / Trinkgeldbasis gearbeitet. Das hat aber den Vorteil, dass wenn es schlecht ist, man einfach keinen Tip geben muss.

Zwischenstopp bei der Stadtrundfuehrung. In der Mitte unser spanisch / englisch sprechender Guide. Im Hintergrund die chilenische Polizei mit einem Schaeferhund.

Bankenviertel.

Salvador Allende.

Alte und neue Gebaeude in direkter Naehe.

Erdbeben sind in Chile keine Seltenheit. An einem Tag habe ich selbst ein Kleines mitbekommen. Oben auf dem Foto koennt Ihr sehen, welche Spuren es auf Dauer an Gebaeuden hinterlaesst.

Santiago de Chile’s Christusfigur auf einem kleinen Berg in der Stadt.

Der Ausblick von der Christusfigur aus. Der Smog war nicht nur deutlich zu sehen, sondern auch zu riechen! Im Hintergrund fast nicht mehr zu erkennen – die Berge der Anden.

Zwischenstopp an einem Imbiss in der Naehe der Universitaet. Eine Spezialitaet ist “Ass” – ein Hotdogbrot mit gebratenem Fleisch und selbstgemachten Sossen – lecker!

Neptun flirtet Brunnen.

Schach unter freiem Himmel auf einem Platz mitten in der Stadt.

Neben der Stadterkundung habe ich mehrere Museen besucht. Unter anderem auch das fuer die Fruehkulturen Suedamerikas.

Viele Ausstellungsstuecke der Maya und anderer Kulturen.

Abschliessend gab es auch noch einen Barcrawl, der mehr schlecht als recht war.

Hier hatte ich u.a. die Chilenin Pascita kennen gelernt. Sie arbeitet in einem anderen Hostel an der Rezeption und konnte dadurch sehr gut englisch. Da sie auch die Kuestenstaedte Villarica und Vina del Mar besuchen wollte, beschlossen wir, zusammen einen Tagesausflug zu unternehmen. Beide Staedte sind beliebte, am Meer gelegene, Urlaubsziele in 90 minuetiger Entfernung von Santiago.

Auf diesem Platz in Villarica wird man nach Einbruch der Dunkelheit zu 95% ausgeraubt… tagsueber gab es keine Probleme. Ansonsten ist die Stadt fuer ihre bunten Haeuser bekannt. Ganz so berauschend fand ich die Haeuser ehrlich gesagt nicht.

Dafuer solche fahrenden Schrotthaufen umso mehr…

…und sehr schoene Wandmalereien…

…und alte Tueren.

Kaffee ist in Chile nicht wirklich gut. Deshalb gibt es in Santiago Kaffeelaeden, die “Coffee with Legs” genannt werden. Die woertliche Uebersetzung “Kaffee mit Beinen” beruht darauf, dass die Kunden nicht wegen des Kaffees kommen, sondern wegen der in Miniroecken arbeitenden weiblichen Bedienungen.
Mein Capuchino auf dem Foto (in einem Restaurant) war normaler Kaffee mit einer Sahnehaube. Nach Villarica sind wir noch kurz nach Vina del Mar gefahren und abschliessend zurueck nach Santiago. Am naechsten Tag ging es per Uebernachtbus von der Hauptstadt Richtung Sueden nach Pucon.