Blog Image

Worldtour

2010 - 2011

Blog über meine Weltreise. 1 Jahr. Stationen: Südostasien, Australien, Neuseeland, Südamerika, Zentralamerika, Nordamerika & Europa. Viel Spaß beim Mitreisen! :)

Vietnam – Hanoi

Vietnam Posted on Fri, January 07, 2011 11:38:54

Hanoi hat in 2010 sein 1.000 jaehriges Bestehen gefeiert.


Interessanterweise haben viele Haeuser in der Altstadt eine sehr schmale
Front (3-5m) und gehen bis zu 40m! in die Tiefe. In der Vergangenheit
wurden die Steuersaetze proportional zur Breite der Gebaeudefront
erhoben…


Insgesamt hatte ich nur zwei Tage in der Hauptstadt Vietnams eingeplant. Nach 7 Wochen
Asien war mein Hunger nach Sightseeing und ueberfuellten kleinen Strassen mit
mehr Mopeds als Menschen doch auf einem hohen Saettigungsniveau.


Daher habe ich mich nach einem kurzen Spaziergang dazu entschlossen, den Tag in einem Cafe in der 3 Etage mitten in der City zu verbringen.


Der Cafe war grandios und die Aussicht sehenswert 🙂


Am naechsten Tag habe ich dann im Hostel beim Fruehstueck zufaellig eine Reisebekannte, Hayley (Australien), wieder getroffen und wir sind zusammen zum Ho Chi Minh Mausoleum aufgebrochen. Leider waren wir etwas zu spaet und konnten nur einen Blick von aussen erhaschen.

Dafuer gab es auf dem Rueckweg in die Stadt neben einem lokalen Nudelhausstop eine Bahneinfahrt zu beobachten. Kurze manuelle Sperrung, dann rollt der Zug zentimeternah an den Haeusern vorbei, bevor es sofort mit dem asiatischen Strassenchaos weiter geht.


Auch in Asien gibt es Styler, dieser hier war mit seinem Schnubi, einem schicken Schal, Oldschool Brille und einem festen Helm, der aussieht wie ein Hut, etwas ganz besonderes. 😉


Abschliessend haben wir uns noch mit einem meiner alten Laos-Reisebekanntschaften, Simon (Philippinen) und ein paar anderen neuen Reisenden in dem Cafe von Vortag getroffen. Danach gings fuer mich mit dem Shuttle Bus von Vietnam Airlines zum Flughafen Hanoi, um meinen Quatar Airways Flug nach Bangkok zu bekommen.



Vietnam – Duong Sat Viet Nam

Vietnam Posted on Fri, December 17, 2010 04:55:23

Duong Sat Viet Nam – Vietnam Railways – Vietnamesische Eisenbahn

Die Vietnamesische Eisenbahn erstreckt sich in der Haupstrecke vom suedlichen Saigon aus bis ins noerdliche Hanoi. Hierbei geht es oft hautnah an der Kueste entlang und die Strecke, die ich mir ausgesucht hatte, zaehlt zu den Schoensten ueberhaupt. Danang – Hanoi mit ca. 750 km und 14,5 Stunden Fahrtzeit.

Als der loake Bus aus Hoi An in Danang ankam, war es stuermisch und regnerisch, teilweise konnte man unterwegs umgekippte Strommasten am Wegesrand sehen. Da der lokale Bus in der Regel an einer loaken Busstation haelt, von der aus man weiter Richtung Bahnhof kommen muss, hatte ich mich innerlich schon auf die Preisverhandlungen mit einem Taxi oder Modepfahrer gefreut. Man bekommt hier staendig den zwei- bis fuenffachen des normalen Preises angeboten und kann sich dann je nach Dringlichkeit der Fahrt runterhandeln. Der beste Weg ist, die Entfernung und den ueblichen Preis ungefaehr zu kennen und dann bei sturen Fahrern einfach wegzugehen, so kommt man am schnellsten zu einem besseren Preis ;). Doch wie es der Zufall so will, habe ich aus dem Augenwinkel beim ueberqueren einer Kreuzung ein bahnhofsaehnliches Gebauede zwei Strassen weiter gesehen und der Schriftzug erinnerte mich an den Namen, den ich in einem Reisefuehrer gelesen hatte. Nach einem kurzen nachfragenden Sprachgewirr und Gestikulieren mit dem Busfahrer und seinem Assistenten (einer faehrt, einer kassiert den Ticketpreis) wurde ich an der naechsten Kreuzung rausgelassen. Und tatsaechlich war der Bahnhof nur 5 Min weiter… ich war 2,5 Stunden vor Abfahrt schon da und trotz des schlechten Wetters in bester Laune.

Da es kalt und stuermisch und die Bahnhofshalle auch nicht wirklich gemuetlich war, habe ich ein kleines Cafe in der Naehe gesucht. Ein free WiFi Zeichen hat mich magisch angezogen und ausser mir waren nur junge Einheimische an einem grossen Tisch in dem Laden und hatten wohl sowas wie eine Mittagspause. Zu meiner hungrigen Enttaeschung gab es aber nur Getraenke zu kaufen. Der grosse Suppentopf auf dem Nachbartisch schien also mehr privat zu sein. Als ich meine georderten Getraenke bekommen hatte, fragte mich die nette Kellnerin dann auf einmal, ob ich hungrig sei. Da ich dies unter keinen Umstaenden verneinen konnte ;), hat Sie mich auf eine Suppe eingeladen. Nachdem ich die erste Schuessel lehr hatte, gab es auch noch einen Nachschlag. Die grosse Gruppe Einheimischer war amuesiert und ich bedankte mich mehrmals artig ;).
Anschliessened hat sich die Kellnerin auch noch vorgestellt, eine Architekturstudentin und stolze Besitzerin dieses erst seit fuenf Tagen eroeffneten Coffeeshops (Lifes Cafe, 29 Hoang Hoa Tham St, DaNang City). Wir haben ein bischen geplaudert und so verging meine Wartezeit vor der Zugabfahrt schnell & angenehm.

Um 14.30 Uhr wars dann endlich soweit und die Fahrt ging los. Ich hatte ein unteres Bett in einem vierer Schlafabteil gebucht – das Beste, was man hier buchen kann.


In meinem Abteil waren in den beiden oberen Betten ein australisches Paaerchen und mir gegenueber ein aelterer Vietnamese mit seinem Enkel.


Durch das stuermische Wetter waren die Zugfenster leider verregnet, so dass ich schon befuerchtete, keine guten Bilder machen zu koennen.


Ein anderer mit Spiegelreflexkamera bewaffneter Tourist hat mir dann aber den Weg zu einem kleinen offenen Fenster ganz am Anfang des Zuges gezeigt.


Die Landschaft war auch stuermisch wundervoll!


Bahnschranken braucht man hier nicht ueberall.


Und es ging teilweise direkt an der Steilkueste entlang.


Baustelle im Regen.


Und jede Menge Wasser ueberall.


Eine lustige Geschichte ereignete sich in unserem Abteil. Wir (die Australier & ich) hatten kurz nach Start der Fahrt Essen beim Zugpersonal bestellt und direkt bezahlt. Als nach einigen Stunden dann ein anderer Bahnbediensteter mit Essen auftauchte, nahmen wir an, das waere es nun. Als er nach dem Ueberreichen kassieren wollten, fing der Spass richtig an. Er verstand nicht, dass wir schon bezahlt hatten und wir verstanden nicht, dass das gar nicht unser geordertes Essen war. Es gibt in den Zuegen unterschiedliche Essenswagen, die man als Auslaender nicht unterscheiden kann. Daher wurde dann eine minimal englisch sprechende vietnamesische Dame gesucht, die allerdings aufgrund unserer Erklaerungen auch gleich ueberfordert war. Das ganze sah so aus 🙂

Zwischenzeitlich kam auch der andere Bahnmitarbeiter, bei dem wir ganz am Anfang bestellt & bezahlt hatten, wieder vorbei – diesmal mit Essen in den Haenden… alles klaerte sich auf und wir hatten endlich unser richtiges Mahl.
Der alte Mann in unserem Abteil hatte versucht uns zu helfen, verstand uns aber leider nicht richtig. Im Nachhinein hat er sich ueber die ganze Situation koestlich amuesiert.

Schlafen konnte man im Zug ganz gut. Um kurz nach 5 Uhr Morgens sind wir in Hanoi angekommen.



Vietnam – Hoi An

Vietnam Posted on Fri, December 17, 2010 04:09:04

And again eine Nacht im Schlafbus. Wenn die (mautpflichtigen!) Schnellstrassen nur halb so gut wie eine kaputte Landstrasse in Deutschland waeren, koennte man sogar ganz gut in diesen Bussen schlafen.


Aber bei den Schlagloechern fuehlt man sich eher wie in einem Schuettelshake. Diesmal wurde auch ein Busreifen platt gefahren, was dank eines 24h Service einer kleinen Werkstatt neben der Strasse sogar innerhalb von 20 Min wieder repariert werden konnte. 24 Stunden Service bedeutet hier, dass vor der beleuchteten Werkstatt 1-2 Leute unter einem Mosquitonetz auf einer Pritsche schlafen und jederzeit von Kunden geweckt werden koennen, um dann wie emsige Bienchen im Halbschlaf mal eben riesige Busreifen zu wechseln.

Hoi An ist eine kleine Stadt, die viele alte denkmalgeschuetzte Gebaeude hat und abgesehen davon als Schneiderzentrum bekannt ist. Deswegen habe ich mir hier auch einen Massanzug, zwei Masshemden und einen Massmantel anfertigen lassen – zusammen fuer umgerechnet knapp 140 Euro. Es geht sogar noch guenstiger, jedoch ist die Qualitaet der Stoffe dann oft unbrauchbar.
Ein paar Impressionen des Stadtzentrums inklusive kleinem Hafen.

Dann habe ich eine Gruppe Asiatinnen angesprochen, weil ich eigentlich ein Foto mit dem Stadtnamen von Hoi An haben und mir haben wollte. Der erste Versuch sah dann so aus ;).


Erst durch gutes Zureden und anschliessende deutlichere Gesten liess sich die Dame dazu bewegen, mich doch noch ein eigenes Bild machen zu lassen.


Viel mehr gibts hier nicht zu berichten, da ich die Zeit einfach mal fuer meinen eigenen Kram ohne Ausfluege, neue Bekanntschaften usw. genutzt habe.


Der entspannte Ausblick beim letzten Abendessen.


Am Abreisetag musste ich Morgens zur lokalen Busstation laufen, um mit einem kleinen Bus eine Stunde weiter noerdlich in die Stadt Danang zu fahren. In Hoi An gab es keinen Bahnhof und daher startete meine langersehnte Zugfahrt von dieser groesseren Stadt aus.



Vietnam – Nha Trang

Vietnam Posted on Fri, December 17, 2010 02:53:03

Beachtime! Das erste Mal seit dem Start meiner Reise gibt es einen Strandstopp. Nha Trang liegt 450 km noerdlich von Saigon an der Kueste und der Bus hat fuer die Strecke gerade mal 11 Stunden gebraucht..


Die Bilder vom Strand habe ich an meinem letzten Tag gemacht, einem Regentag. Ansonsten war das Wetter besser, aber ich hatte die Kamera nicht mit am Strand.


Bei einem Bootstrip zu ein paar Inseln vor der Kueste habe ich ein irisches Geschwisterpaerchen, Neal & Sabrina (Nordirland), kennen gelernt. Der erste Stopp war auf einer Insel mit einem Aqarium, das viel zu viele Fische in zu kleinen Basins zur Schau stellte. Einzig das Gebaeude an sich war beeindruckend – in Form eines alten Schiffes.


Vom Top des Schiffes hatte man eine gute Aussicht auf das nahegelegene Fischerdorf.


Ich hatte anfangs aufgrund der schlechten Erfahrungen nicht allzuviel von der Tour erwartet, die gerade mal 9$ pro Person gekostet hat. Doch das inkludierte Mittagessen war sogar ganz gut und danach fing die Bootsbesatzung an, eine kleine Band aufzubauen und Cover sowie vietnamesische Schnulzenlieder zu singen, schoen trashig.


Um das vom Essen leicht ermuedete Publikum mehr einzubinden, musste erst jeder seine Nationalitaet preisgeben und dann wurden einzelne zum mitsingen auf der Buehne gebeten. Ich brauche nicht weiter zu erwaehnen, was mir dann als einzigem Deutschen auf dem Boot bevorstand 😉


Es gibt davon auch ein Video, wobei ich mich noch nicht dazu durchringen konnte, diese Peinlichkeit oeffentlich zu machen. Der Ire Neal, ein Australier, eine Vietnamesin und ein Japaner durften auch ran ans Mikro. Letzterer haette aufgrund der Karaokeabhaengigkeit seiner Nation auch fast nicht mehr aufgehoert.

Zurueck im Hostel wurde abends auch noch gefeiert, wobei ich mich hier an den billigen Fusel, der fast ausschliesslich in Backpackerkreisen konsumiert wird, einfach nicht gewoehnen kann und werde. Qualitaet vor Quantitaet!


Mein Magen hat an einem Tag das erste Mal gegen das Essen rebelliert und somit lag ich bei Wasser & Suppe Diaet einen Tag lang nur im Bett. Danach ging es mir aber schon besser, so dass ich meine weiteren Reiseplaene in Angriff nehmen konnte. Da ich in Vietnam auch unbedingt einmal mit dem Zug fahren wollte, habe ich mich so gut es ging durch das unglaubliche Tarifewirrwarr der vietnamesischen Bahn gekaempft und bin gemischten Erwartungen zum Bahnhof gelaufen. Meine Recherchen waren gut und die nur minimal englisch verstehende Schalterdame hatte nachdem ich die Daten aufgeschrieben hatte, auch innerhalb kuerzester Zeit mein gewuenschtes Ticket im Angebot. So einfach hatte ich mir das gar nicht vorgestellt. Die meisten Reisefuehrer machen den Eindruck, als muesste man die Tickets mind. 2 Wochen vorher ordern – ich habe nun 3 Tage vorher ohne Probleme gekauft…

Am Abreisetag habe ich noch ein paar Fotos vom Strand gemacht & dann ging es wieder per Sleeperbus weiter nach Hoi An.


Gute Augen? Sehtest a la naturale!

Goodbye first beach!



Vietnam – Saigon

Vietnam Posted on Thu, December 09, 2010 18:46:43

Hoh Chi Minh City – besser bekannt als Saigon. Nach Laos und Kambodscha tat es gut, mal wieder “westliche” Atmosphaere zu spueren. Die Stadt im Sueden Vietnams ist definitiv einen Besuch wert.


Auf die Plaetze – fertig – los, so oder so aehnlich fuehlt man sich beim Ueberqueren einer Strasse in der Metropole. Millionen von Mopeds, die oft in alle Richtungen gleichzeitig fahren (auch entgegengesetzt der Fahrtrichtung einer Spur ist nichts ungewoehnliches)! Langsame Schritte und Geduld sind das Mittel zum Ziel. Nach ein paar Versuchen wird man auch schnell sicherer, wenn an einem links und rechts die Mopeds auf einer 4 spurigen Strasse vorbeirauschen.


Im Hostel habe ich diesmal Jakob (Hamburg) und Ammy (Perth/Australien) kennen gelernt. Auch wenn es anfangs etwas seltsam war, tat es doch gut, mal wieder deutsch zu reden. Und da Jakob auch schwer in Ordnung ist, haben wir Hanoi fast die ganze Zeit zusammen erkundet. Das bedeutete vor allem auch viel zu Fuss gehen, was sogar Spass gemacht hat – ehrlich 🙂 Hier ein paar Bilder.

Barausblick eines 5Sterne Hotels, leider nicht unser Hotel…

Dass in Asien alles auf Mopeds transportiert wird, ist ja allgemein bekannt. Die beiden Kollegen hingen mit diversen anderen zusammen auf einem Roller ab.

Wunderschoen anzusehen sind auch die Stromleitungen, die das Herz eines jeden deutschen Elektrikers hoeher schlagen lassen wuerden. Ich glaube, jeder neue Hausanschluss bekommt ein neues Kabel.

Pause an einem Bahnuebergang, genau hinschauen, da sind ein Mann & eine Frau! von der Bahngesellschaft (in der Mitte in blauen Hemden), die die Schranken manuell! auf und zu machen. Es waere so einfach, die Arbeitslosigkeit in Deutschland in den Griff zu bekommen 😉

Zwischenstopp irgendwo in einer netten Local Cafebar.

Der Nikolaustag wurde auch angemessen gefeiert, mit Weihnachtsbaum in rot & blau.

Alles und Jeder ist in Asien geschaeftstuechtig. Vor allem abends gibt es an jeder Ecke Verkaufsstaende. Durch diese kulinarische Passage haben wir uns komplett durchgegessen.

Dann gab es da noch meinen ersten Clubbesuch seit Start der Weltreise, ich meine natuerlich nur eine Disko. Das einzig Besondere waren die unzaehligen Tuersteher. Jeder war einem Tisch zugeordnet(es gab massenhaft Tische), wollte man durch die Menge laufen, gab es einen, der einem den Weg frei gemacht hat und die Todesstrafe stand darauf, sich mit einem Glas in der Hand nicht in der Naehe eines Tisches aufzuhalten – dann wurde man direkt von 2-3 Leuten an einen Tisch gefuehrt – ziemlich albern. Aber andere Laender, andere Sitten.

Um den kulturellen Teil auch nicht zu kurz kommen zu lassen, haben wir das Vietnamkriegsmuseum, die Chu Chi Tunnel und das Mekong Delta besucht. Das Museum hat wieder einmal gezeigt, dass Krieg einfach nur scheisse ist. Die Amerikianer haben hier menschenunwuerdiges verursacht. Die Tunnelanlagen der Viet Cong waren beeindruckend und im wahrsten Sinne des Wortes auch beklemmend. Die waehrend des Vietnamkrieges von den Amerikanern nicht zu bezwingenden Tunnel konnten auf einer Teilstrecke von bis zu 100m begangen werden(Deckenhoehe 80cm). Ich habe nach 10m einen der Ausgaenge aufgesucht, so aehnlich muss es in einem Sarg sein…

Dschungelfallen der Vietnamesen gegen die Amerikaner. Wie aus einem Film…

Die Tour zum Mekong Delta war leider nur ein Touri Nepp. 5 Stunden Busfahrt, unzaehlige Shops & die besten zwei Bilder koennt Ihr hier begutachten.

Danach gings mit einem Sleeper Bus weiter nach Nha Trang zum ersten Strandstop.